SEMINARE

Aktuelle Kurs- und Seminarangebote   

16.11. bis 27.04.2019

Nachschulung für Gebäudeenergieberater (HWK)

Dieser Kurs richtet sich an alle Gebäudeenergieberater_innen, die zwei Jahre oder länger nicht als solche/r tätig waren und nun entsprechend eine Nachschulung benötigen, um die Voraussetzungen für die Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste zu erfüllen. Dieser Kurs bringt Ihr Fachwissen auf den aktuellen Stand, wobei auf den bisherigen Praxiserfahrungen der Teilnehmer_innen aufgebaut wird.

Zielgruppe/Zulassungvoraussetzungen

Sie müssen die Weiterbildung zum Gebäudeenergieberater erfolgreich abgeschlossen haben.


Nutzen

Die Teilnahme an diesem Kurs ist Voraussetzung für die Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes.


Inhalte

Hinweis: Die untensehenden Module werden im Gebäudeenergieberater-Kurs (240 UE) absolviert, d.h. Sie müssen nur an bestimmten Terminen teilnehmen. Die Stundenplanung ist momentan noch nicht abgeschlossen, daher stehen diese Termine noch nicht fest.


1. Rechtliches


Anwendung EnEV in der Praxis

  • Kurzüberblick EnEV 2014

 

Rechtliche Grundlagen I: EU-Gebäuderichtlinie, EnEG, EnEV, EEWärmeG

  • Inhaltlicher Kurzüberblick
  • EU-Gebäuderichtlinie und ihre nationale Umsetzung in Deutschland
  • Abhängigkeiten und Zusammenspiel der verschiedenen Verordnungen bzw. Gesetze


Rechtliche Grundlagen II: Normen, insbesondere DIN V 18599

  • Inhaltlicher Kurzüberblick
  • DIN V 18599 – Energetische Bewertung von Gebäuden
  • DIN 4108/4701 – Wärmeschutz und Wärmebedarfsberechnung
  • Zusammenspiel/Verweise EnEV und Normen


2. Gebäudehülle in Neubau und Bestand


Energetische Grundlagen

  • Physikalische Wirkprinzipien und Energiekennwerte
  • Grundlagen des Wärme- und Feuchteschutzes (Temperaturverlauf in Bauteilen, Glaser-Diagramm,
  • Nutzereinfluss, Wärmebrücken)
  • Berechnung von U-Werten
  • Wärmebrücken
  • Luftdichtheit


Innen- und Kerndämmung

  • Übersicht der Planungsaufgaben bei Umsetzung einer Innendämmung unter Berücksichtigung der Wärmebrücken, insbesondere der Anschlüsse der Decken, Fußböden und Innenwände an die Außenwände
  • Feuchteschutztechnische Beurteilung der Planung und Umsetzung
  • Berücksichtigung von möglichen Wärmebrücken im Bauprozess


Grundlagen sommerliche Behaglichkeit / Wärmeschutz

  • Beispielrechnung solare Wärmelast im Sommer
  • Planung und Dimensionierung des sommerlichen Wärmeschutzes
  • Fachgerechte Umsetzung der Lüftungs- und Verschattungsmöglichkeiten


Detaillierung: Wärmebrücken in Neubau und Bestand, Berechnung von Wärmebrücken und Gleichwertigkeitsnachweisen, Konstruktionsempfehlungen

  • Beispielrechnung Wärmebrücke mit Software und Gleichwertigkeitsnachweis
  • Wärmebrückenkatalog nach DIN 4108, Beiblatt 2
  • Praxistipps: Kenntnisse, wie in der Planung und Umsetzung Wärmebrücken minimiert werden können


3. Anlagentechnik und erneuerbare Energien in Neubau und Bestand


Regelungstechnik für Heizungs- und Wohnungslüftungsanlagen, Kenntnisse hydraulischer Abgleich, Regelung bei EE

  • Details zum Zusammenspiel der Anlagentechnik
  • Erläuterung hydraulischer Abgleich
  • Einfache Dimensionierungen, Berechnung des hydraulischen Abgleichs
  • Grundlagen Regelung Anlagentechnik, z. B. bei erneuerbaren Energien: thermische Solaranlage im Zusammenspiel mit WW-Speicher und Kesselanlage

 

Bereich Lüftung: Erstellung von Lüftungskonzepten

  • Erstellung von Lüftungskonzepten gemäß DIN 1946-6 (freie Lüftung, Querlüftung, Schachtlüftung, mechanische Lüftung)
  • Beispielhafte Erstellung eines Lüftungskonzepts
  • Verschiedene Lüftungsmöglichkeiten

 

Einsatz erneuerbare Energien

  • Einsatz von regenerativen Energien, insbesondere für die Bereiche der Solarenergienutzung sowie der Verfeuerung fester Biomasse und Biogas für hocheffiziente Gebäude (Effizienzhaus 40 und 55)
  • Auswahlentscheidung für den Einsatz von regenerativen Energien im Neubau und Bestand für
  • hocheffiziente Gebäude

 

Photovoltaik

  • Einsatzmöglichkeiten, Einbaumöglichkeiten und Voraussetzungen in Neubau und Bestand
  • Dimensionierung und Energiespeichertechnologie, insbesondere bei KfW-Effizienzhäusern 40 Plus

 

4. Bilanzierung und Wirtschaftlichkeit, Projektbericht


Vermittlung geringinvestiver Maßnahmen

  • Vertiefung Optimierung Anlagentechnik durch Steuerung und Regelung
  • Fugenabdichtung, Lüftungsverhalten und einfache Dämmmaßnahmen

 

Ausstellen von Energieausweisen für die Zielvariante KfW-Effizienzhaus 40 und 55 und als öffentlich rechtlicher Nachweis nach Neubau und Sanierung

  • Erreichbare Energieeinsparungen
  • Praxistipps, typische Fehler beim Ausstellen von Energieausweisen
  • Durchführen von Berechnungen nach anerkannten Rechenverfahren
  • Praxistipps für die Bilanzierung von hocheffizienten KfW-Effizienzhäusern 40 und 55

 

KfW-förderspezifische Details

  • Details zu den KfW-Förderprogrammen: Antragstellung, Prozesse, Dokumentation, Besonderhei-ten in der Bilanzierung, FAQs

 

Projektbericht Planung / Baubegleitungsdokumentation eines KfW-Effizienzhauses

  • Ausarbeiten einer (Teil-Planung/ Baustellen-dokumentation, wobei das Ergebnis den Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus entsprechen muss.

 

Vermittlung von Beratungskompetenzen

  • Beratungskompetenzen und Darstellungsmöglichkeiten fachlicher Zusammenhänge in Berichten (Musterbericht), PPT-Präsentationen, Kundengesprächen


Anwendung der DIN V 18599 mit Software, Abgrenzung 18599 und 4108/4701

  • Unterschiede in der Berechnung
  • Einflüsse auf die Planung von Effizienzhäusern
  • Durchführung beider Berechnungsverfahren mittels Software-Eingabe für Beispiel

 

5. Planung/Baubegleitung


Planung/Ausführung luftdichter Gebäude

  • Grundlagen luftdichter Gebäude
  • Konstruktionsempfehlungen, Vorstellung geeigneter luftdichter Bauteilanschlüsse
  • Einschätzung von Undichtheiten, ihre Vermeidung und Behebung in Neubau und Bestand

 

Ausschreibung und Vergabe

  • Wichtige Inhalte von Ausschreibungstexten für hocheffiziente Neubauten und Sanierungen
  • Angebotsauswertung (technische und wirtschaftliche Bewertung der Angebote) / Preisspiegel
  • Hinweise bei Erstellung des Bauzeitenplans

 

Baubegleitung/Qualitätssicherung

  • Gewerke: Schnittstellenproblematik
  • Kontrolle der Luftdichtheit
  • Kontrolle der Wärmebrückenfreiheit auf der Baustelle gemäß Planung
  • Kontrolle der Ausführung Gebäudehülle und Anlagentechnik gemäß Planung
  • Qualitätssicherungsmaßnahmen und -termine im Bauablauf

 

Detaillierung Baubegleitung Neubau, Sanierung

  • Ablauf und Inhalt einer qualifizierten Baubegleitung, Herangehensweise, relevante Vor-Ort-Termine
  • Tipps zur Prüfung der Detailplanung / Ausführungsplanung Anschlussdetails/Wärmebrücken/Luft-dichtigkeit sowie zur Prüfung von Fachplanungen (z. B. Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung)
  • Anleitung zur Prüfung der Ausschreibungsunterlagen für Sanierung und Neubau (WLG, Dämm-stärke)
  • Hilfestellungen zur Einweisungsbegleitung der Nutzer in neue Heizungstechnik, ggf. unter Einbin-dung erneuerbarer Energien; Überprüfung der Anlageneinstellung
  • Tipps zur Prüfung und Erstellung von Dokumentationsunterlagen (Hülle und Anlagentechnik) zum Gebäude nach Sanierung und Neubau, Anlage eines Hausbuchs
  • Tipps zum Monitoring des Energieverbrauchs, Nutzerinformation/-betreuung

 

Instrumente zur Qualitätssicherung: Grundlagen, Anwendung Thermografie und Luftdichtheitstest

  • Grundlagen von Thermografie und Luftdichtheitstest

 

Dauer

80 Unterrichtsstunden

 

Kosten

700,00 Euro zzgl. Prüfungsgebühr (falls erforderlich)
Die Anschaffung eines Laptops wird dringend empfohlen.

 

Möglicher Zuschuss/Förderung

Teilnehmer können bei entsprechender Voraussetzung einen Zuschuss aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds von bis zu 50% erhalten.

 

Es werden folgende Zielgruppen (Kursteilnehmende) gefördert:

  • Beschäftigte aus Unternehmen, wobei entweder der Beschäftigungsort oder der Wohnort der Teilnehmenden in Baden-Württemberg liegen muss.
  • Unternehmerinnen und Unternehmer, Freiberuflerinnen und Freiberufler sowie Existenzgründerinnen und Existenzgründer in Baden-Württemberg, die ihren Unternehmenssitz oder Wohnsitz in Baden-Württemberg haben.
  • Gründungswillige, die in Baden-Württemberg wohnhaft oder beschäftigt sind.
  • Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger, die in Baden-Württemberg wohnhaft sind.

 

 

Anmeldung

Sie haben zwei Möglichkeiten sich für den Kurs anzumelden. Entweder über das Anmeldeformular, dass Sie uns bitte vollständig ausgefüllt per E-Mail, Fax oder Post zukommen lassen. Oder melden Sie sich bequem online an, indem Sie auf die unten stehende Schaltfläche "Zu diesem Seminar anmelden" klicken.

 

Allgemeine Teilnahmebedingungen

 



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