SEMINARE

Aktuelle Kurs- und Seminarangebote   

18.10. bis 14.03.2020

Nachschulung Gebäudeenergieberater/-in (HWK)

 

Dieser Kurs richtet sich an alle Gebäudeenergieberater_innen, die die Weiterbildung vor Juli 2012 absolviert haben (dann fehlt Ihnen der KfW-Inhaltsblock) und/oder zwei Jahre oder länger nicht als solche/r tätig waren. In diesem Fall benötigen sie eine entsprechende Nachschulung, um die Voraussetzungen für die Eintragung in die Energie-Effizienz-Expertenliste zu erfüllen. Dieser Kurs bringt Ihr Fachwissen auf den aktuellen Stand, wobei auf den bisherigen Praxiserfahrungen der Teilnehmer/-innen aufgebaut wird.

 

Wichtig: Wenn Sie nicht sicher sind, welche Nachweise Sie benötigen, möchten wir Sie dringend darum bitten, sich eigenständig vor der Anmeldung zum Kurs über die zu erbringenden Nachweise für die Eintragung in die Energie-Effizienz-Experten-Liste bzw. dessen Verlängerung bei der Deutschen Energieagentur (DENA) zu informieren.

 

Wir als Weiterbildungsträger können Ihnen hierüber keine valide Auskunft geben, da wir beispielsweise keine Einsicht in Ihren Experten-Account bei der DENA haben und daher nicht wissen können, welcher Experte was genau im welchem Umfang nachweisen muss.

 

KONTAKT ZUR DENA

Telefon 030 66 777 - 222

E-Mail: info(at)energie-effizienz-experten.de


Erreichbarkeit

Montag bis Freitag 9 bis 12 Uhr

Montag und Mittwoch 14 bis 16 Uhr

 

Sollte Ihnen die Eintragung bzw. die Verlängerung des Listeneintrages nach der Weiterbildung verweigert werden, können wir hierfür keine Haftung übernehmen.

 

Nutzen - Eintragung in die Energie-Effizienz-Expertenliste

Die Teilnahme an diesem Kurs ist Voraussetzung für die Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes, wenn Sie die Weiterbildung zum Gebäudeenergieberater vor Juli 2012 absolviert haben. Die Expertenliste wird von der DENA geführt, die Eintragung muss allerdings beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) beantragt werden, sofern Sie noch nie auf der Liste standen.

Der Listeneintrag muss alle drei Jahre verlängert werden. Hierzu ist ein Nachweis über Weiterbildungen von insgesamt 24 Unterrichtseinheiten (UE) notwendig. Wir bieten hierfür regelmäßig spezielle Aufbaukurse mit Schwerpunktthemen an.

 

Inhalte


1. Rechtliches


Anwendung EnEV in der Praxis

  • Kurzüberblick EnEV 2014

 

Rechtliche Grundlagen I: EU-Gebäuderichtlinie, EnEG, EnEV, EEWärmeG

  • Inhaltlicher Kurzüberblick
  • EU-Gebäuderichtlinie und ihre nationale Umsetzung in Deutschland
  • Abhängigkeiten und Zusammenspiel der verschiedenen Verordnungen bzw. Gesetze


Rechtliche Grundlagen II: Normen, insbesondere DIN V 18599

  • Inhaltlicher Kurzüberblick
  • DIN V 18599 – Energetische Bewertung von Gebäuden
  • DIN 4108/4701 – Wärmeschutz und Wärmebedarfsberechnung
  • Zusammenspiel/Verweise EnEV und Normen


2. Gebäudehülle in Neubau und Bestand


Energetische Grundlagen

  • Physikalische Wirkprinzipien und Energiekennwerte
  • Grundlagen des Wärme- und Feuchteschutzes (Temperaturverlauf in Bauteilen, Glaser-Diagramm,
  • Nutzereinfluss, Wärmebrücken)
  • Berechnung von U-Werten
  • Wärmebrücken
  • Luftdichtheit


Innen- und Kerndämmung

  • Übersicht der Planungsaufgaben bei Umsetzung einer Innendämmung unter Berücksichtigung der Wärmebrücken, insbesondere der Anschlüsse der Decken, Fußböden und Innenwände an die Außenwände
  • Feuchteschutztechnische Beurteilung der Planung und Umsetzung
  • Berücksichtigung von möglichen Wärmebrücken im Bauprozess


Grundlagen sommerliche Behaglichkeit / Wärmeschutz

  • Beispielrechnung solare Wärmelast im Sommer
  • Planung und Dimensionierung des sommerlichen Wärmeschutzes
  • Fachgerechte Umsetzung der Lüftungs- und Verschattungsmöglichkeiten


Detaillierung: Wärmebrücken in Neubau und Bestand, Berechnung von Wärmebrücken und Gleichwertigkeitsnachweisen, Konstruktionsempfehlungen

  • Beispielrechnung Wärmebrücke mit Software und Gleichwertigkeitsnachweis
  • Wärmebrückenkatalog nach DIN 4108, Beiblatt 2
  • Praxistipps: Kenntnisse, wie in der Planung und Umsetzung Wärmebrücken minimiert werden können


3. Anlagentechnik und erneuerbare Energien in Neubau und Bestand


Regelungstechnik für Heizungs- und Wohnungslüftungsanlagen, Kenntnisse hydraulischer Abgleich, Regelung bei EE

  • Details zum Zusammenspiel der Anlagentechnik
  • Erläuterung hydraulischer Abgleich
  • Einfache Dimensionierungen, Berechnung des hydraulischen Abgleichs
  • Grundlagen Regelung Anlagentechnik, z. B. bei erneuerbaren Energien: thermische Solaranlage im Zusammenspiel mit WW-Speicher und Kesselanlage

 

Bereich Lüftung: Erstellung von Lüftungskonzepten

  • Erstellung von Lüftungskonzepten gemäß DIN 1946-6 (freie Lüftung, Querlüftung, Schachtlüftung, mechanische Lüftung)
  • Beispielhafte Erstellung eines Lüftungskonzepts
  • Verschiedene Lüftungsmöglichkeiten

 

Einsatz erneuerbare Energien

  • Einsatz von regenerativen Energien, insbesondere für die Bereiche der Solarenergienutzung sowie der Verfeuerung fester Biomasse und Biogas für hocheffiziente Gebäude (Effizienzhaus 40 und 55)
  • Auswahlentscheidung für den Einsatz von regenerativen Energien im Neubau und Bestand für
  • hocheffiziente Gebäude

 

Photovoltaik

  • Einsatzmöglichkeiten, Einbaumöglichkeiten und Voraussetzungen in Neubau und Bestand
  • Dimensionierung und Energiespeichertechnologie, insbesondere bei KfW-Effizienzhäusern 40 Plus

 

4. Bilanzierung und Wirtschaftlichkeit, Projektbericht


Vermittlung geringinvestiver Maßnahmen

  • Vertiefung Optimierung Anlagentechnik durch Steuerung und Regelung
  • Fugenabdichtung, Lüftungsverhalten und einfache Dämmmaßnahmen

 

Ausstellen von Energieausweisen für die Zielvariante KfW-Effizienzhaus 40 und 55 und als öffentlich rechtlicher Nachweis nach Neubau und Sanierung

  • Erreichbare Energieeinsparungen
  • Praxistipps, typische Fehler beim Ausstellen von Energieausweisen
  • Durchführen von Berechnungen nach anerkannten Rechenverfahren
  • Praxistipps für die Bilanzierung von hocheffizienten KfW-Effizienzhäusern 40 und 55

 

KfW-förderspezifische Details

  • Details zu den KfW-Förderprogrammen: Antragstellung, Prozesse, Dokumentation, Besonderhei-ten in der Bilanzierung, FAQs

 

Projektbericht Planung / Baubegleitungsdokumentation eines KfW-Effizienzhauses

  • Ausarbeiten einer (Teil-Planung/ Baustellen-dokumentation, wobei das Ergebnis den Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus entsprechen muss.

 

Vermittlung von Beratungskompetenzen

  • Beratungskompetenzen und Darstellungsmöglichkeiten fachlicher Zusammenhänge in Berichten (Musterbericht), PPT-Präsentationen, Kundengesprächen


Anwendung der DIN V 18599 mit Software, Abgrenzung 18599 und 4108/4701

  • Unterschiede in der Berechnung
  • Einflüsse auf die Planung von Effizienzhäusern
  • Durchführung beider Berechnungsverfahren mittels Software-Eingabe für Beispiel

 

5. Planung/Baubegleitung


Planung/Ausführung luftdichter Gebäude

  • Grundlagen luftdichter Gebäude
  • Konstruktionsempfehlungen, Vorstellung geeigneter luftdichter Bauteilanschlüsse
  • Einschätzung von Undichtheiten, ihre Vermeidung und Behebung in Neubau und Bestand

 

Ausschreibung und Vergabe

  • Wichtige Inhalte von Ausschreibungstexten für hocheffiziente Neubauten und Sanierungen
  • Angebotsauswertung (technische und wirtschaftliche Bewertung der Angebote) / Preisspiegel
  • Hinweise bei Erstellung des Bauzeitenplans

 

Baubegleitung/Qualitätssicherung

  • Gewerke: Schnittstellenproblematik
  • Kontrolle der Luftdichtheit
  • Kontrolle der Wärmebrückenfreiheit auf der Baustelle gemäß Planung
  • Kontrolle der Ausführung Gebäudehülle und Anlagentechnik gemäß Planung
  • Qualitätssicherungsmaßnahmen und -termine im Bauablauf

 

Detaillierung Baubegleitung Neubau, Sanierung

  • Ablauf und Inhalt einer qualifizierten Baubegleitung, Herangehensweise, relevante Vor-Ort-Termine
  • Tipps zur Prüfung der Detailplanung / Ausführungsplanung Anschlussdetails/Wärmebrücken/Luft-dichtigkeit sowie zur Prüfung von Fachplanungen (z. B. Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung)
  • Anleitung zur Prüfung der Ausschreibungsunterlagen für Sanierung und Neubau (WLG, Dämm-stärke)
  • Hilfestellungen zur Einweisungsbegleitung der Nutzer in neue Heizungstechnik, ggf. unter Einbin-dung erneuerbarer Energien; Überprüfung der Anlageneinstellung
  • Tipps zur Prüfung und Erstellung von Dokumentationsunterlagen (Hülle und Anlagentechnik) zum Gebäude nach Sanierung und Neubau, Anlage eines Hausbuchs
  • Tipps zum Monitoring des Energieverbrauchs, Nutzerinformation/-betreuung

 

Instrumente zur Qualitätssicherung: Grundlagen, Anwendung Thermografie und Luftdichtheitstest

  • Grundlagen von Thermografie und Luftdichtheitstest

 

Dauer und Unterrichtszeiten

mind. 80 Unterrichtseinheiten (UE) á 45 Minuten, verteilt über ca. 4 Monate

Die Nachschulung ist im Teilzeitkurs Gebäudeenergieberater/-in (HWK) integriert, d.h. Nachqualifizierer müssen nur an ausgewählten Terminen (siehe nachfolgender Punkt) teilnehmen.

 

Der nächste Teilzeitkurs Gebäudeenergieberater/-in (HWK) startet am Freitag, den 18. Oktober 2019. Der erste verbindliche Termin für alle Nachqualifizierer ist voraussichtlich Freitag, der 15. November 2019.

 

Unterrichtszeiten

freitags von 14 bis 18.30 Uhr (= 5 UE)

samstags von 8 bis 16.30 Uhr (= 10 UE)

 

Ferienzeiten werden in der Terminplanung nach Möglichkeit berücksichtigt.

 

Terminplan

Stand: 08.11.2019 - Änderungen vorbehalten

 

Sa        09.11.2019        Bauphysik und Mathematik

Sa        16.11.2019        3.2. Anlagen - Heizung II

Fr         22.11.2019        2.1. Bauphysik - Wärmeschutz I

Sa        23.11.2019        2.1. Bauphysik - Wärmeschutz II

Fr         29.11.2019        3.3. Anlagen - Lüftung/Raumluft

Fr         10.01.2020        4.2. Luftdichtheit

Sa        11.01.2020        4.4. Blower-Door / Thermographie (Objektbesichtigung)

Fr         17.01.2020        4.1. EnEV Grundlagen

Fr         31.01.2020        3.5. Anlagen - EE Teil 1

Sa        01.02.2020        5.3. MP: Berechnungen/Normen (Objekt)

Fr         07.02.2020        3.5. Anlagen - EE Teil 2

Sa        08.02.2020        5.4. MP: Konzepte Verbesserung Energiebilanz

Sa        22.02.2020        5.5. MP: Kosten-/Nutzenrechnung geplante M-Maßnahme              

Fr         06.03.2020        5.7. MP: Rechtliche Bestimmungen

Sa        07.03.2020        5.9. MP: Ausschreibungen, Baubegleitung mit Qualitätskontrolle


Abschluss und Zertifikat

Die Nachschulung wird mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen. Eine mündliche Prüfung muss nicht abgelegt werden. Nach bestandener Prüfung erhalten alle Teilnehmer/-innen ein Abschlusszertifikat.

 

Gebühr

€ 975,--  zzgl. ggf. Prüfungsgebühr
In den Gebühren sin die Lehrgangsunterlagen enthalten, jedoch keine benötigten Lernmittel wie Fachbücher etc.
Die Anschaffung eines Laptops wird dringend empfohlen.

 

Möglicher Zuschuss/Förderung

Teilnehmer können bei entsprechender Voraussetzung einen Zuschuss aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) von bis zu 50 Prozent erhalten.

 

Es werden folgende Zielgruppen (Kursteilnehmende) gefördert:


  • Beschäftigte aus Unternehmen, wobei entweder der Beschäftigungsort oder der Wohnort der Teilnehmenden in Baden-Württemberg liegen muss.
  • Unternehmerinnen und Unternehmer, Freiberuflerinnen und Freiberufler sowie Existenzgründerinnen und Existenzgründer in Baden-Württemberg, die ihren Unternehmenssitz oder Wohnsitz in Baden-Württemberg haben.
  • Gründungswillige, die in Baden-Württemberg wohnhaft oder beschäftigt sind.
  • Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger, die in Baden-Württemberg wohnhaft sind.
 

Personen unter 50 Jahre erhalten bei entsprechender Erfüllung der Voraussetzungen 30 Prozent der Kursgebühren erstattet - Personen nach Vollendigung des 50. Lebensjahres sogar 50 Prozent.

 

Wie bekomme ich die Fachkursförderung?

Sie erhalten - in der Regel nach der Anmeldung zur Weiterbildung - zwei Dateien zugeschickt, die digital auszufüllen sind. Hierbei handelt es sich einerseits um eine sog. Zielgruppenabfrage (Excelliste). Nach der Beantwortung der Fragen erhalten Sie sofort das Ergebnis ob Sie die Voraussetzungen erfüllen und somit förderfähig sind oder nicht. Wenn ja, müssen Sie noch einen Teilnehmerfragebogen (pdf) ausfüllen. Beides schicken Sie unterschrieben schnellstmöglich an uns zurück. Die Fördersumme wird sofort von der Rechnung abgezogen, d. h. Sie müssen keine Gebühren vorstrecken und keine Rückerstattung beantragen.

 

Sollte die Förderung für Sie ausschlaggebend sein, an einer Weiterbildung oder einem Kurs teilzunehmen, schicken wir Ihnen die Unterlagen gerne auch vorher zu. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

 

Ein Rechtsanspruch auf ESF-Fachkursförderung besteht nicht.


 

 

 

 

Anmeldung

Bitte melden Sie sich bevorzugt über die Seminaranmeldung der Handwerkskammer Ulm an - dazu bitte hier klicken, Sie gelangen automatisch zur Anmeldeseite.

 

Allgemeine Teilnahmebedingungen

 

 

BITTE NICHT ÜBER DEN GRAUEN BUTTON ANMELDEN, SONDERN HIER KLICKEN, SIE GELANGEN AUTOMATISCH ZUR ANMELDESEITE.

 

Alle Angaben ohne Gewähr.



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