TERMINE & BILDUNGSANGEBOT

Gebäudeenergieberater/in (HWK)   

 


Sie möchten Projekte im Bereich energieeffiziente Sanierung  planen, umsetzen und begleiten?

Sie möchten Bauherren auf ihrem Weg zum energieeffizienten Eigenheim unterstützend beraten?

Sie möchten entsprechende Förderpakete beantragen?

 

In unserer Weiterbildung im Bereich Energieberatung erlangen Sie das dafür notwendige Fachwissen und die entsprechende Qualifikation.

Wichtig: Bitte beachten Sie unbedingt die Informationen zu den Qualifikationen, über die Sie als anerkannte/r Energieberater/in verfügen müssen!


Das WBZU ist als zertifizierter Weiterbildungsträger bei der Deutschen Energie Agentur DENA und beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrollen BAFA registriert. Nach abgeschlossener Weiterbildung und erfolgreich abgelegter Prüfung beantragen Sie hier die Registrierung als Energieberater/in.

 

Benötigte Qualifikationen als Energieberater/in

 

Um als anerkannte/r* Energieberater/in tätig sein zu können, müssen Sie über zwei Qualifikationen verfügen:

 

1. Berufliche Grundqualifikation

Alle Personen, die über einen Abschluss bzw. Ausbildung verfügen, die unter §88 Gebäudeenergiegesetz fällt, verfügen automatisch über die erforderliche berufliche Grundqualifikation. Das sind beispielsweise:

 

  • Meister/innen und Techniker aus den Bau- und Ausbaugewerken
  • Hochschulabsolventen der Fachrichtungen Architektur, Hochbau, Bauingenieurswesen, Technische Gebäudeausrüstung, Physik, Bauphysik, Maschinenbau oder Elektrotechnik

 

Bitte beachten Sie, dass im Gesetz keinerlei Berufserfahrung anerkannt wird, der reine Abschluss zählt!

 

Wenn Sie sich unsicher sind, weil z. B. Ihr Studiengang oder Ihre Techniker-Ausbildung nicht explizit genannt sind, dann empfehlen wir Ihnen dringend, dies vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) prüfen zu lassen. Hierzu registrieren Sie sich als Energieberater/in und laden Ihre Zeugnisse/Urkunden hoch. Fügen Sie noch ein Schreiben bei, dass Sie um Prüfung der beruflichen Grundqualifikation nach §88 GEG bitten. Für Hochschulabsolventen gibt es ein Formular, dass Sie von Ihrer Hochschule ausfüllen lassen können.

 

Personen, die nicht hierunter fallen und nicht über die berufliche Grundqualifikation verfügen, können sich dennoch zum/zur Energieberater/in weiterbilden. Hierfür wurde der alternative Zugang über die sog. Qualifikationsprüfung Energieberatung für Wohngebäude des BAfA geschaffen. Weitere Details siehe unter dem Punkt Quereinstieg Energieberatung.

 

Bitte schauen Sie vorab in das Gesetz - wenn Sie unsicher sind oder Hilfe benötigen, rufen Sie uns gerne an:

§ 88 GEG

 

2. Zusatzqualifikation

Neben der beruflichen Grundqualifikation müssen Sie über eine Zusatzqualifikation verfügen. Die Teilnahme und der erfolgreiche Abschluss der Weiterbildung Gebäudeenergieberater/in (HWK) ist diese Zusatzqualifikation.


Inhalt und Rahmenlehrplan

 

Die Weiterbildung erfolgt nach einem bundeseinheitlichen Rahmenlehrplan im Umfang von 240 UE. Der fachpraktische Anteil beträgt davon rund 70 UE.

 
Bauwerke und Baukonstruktionen
  • Baustoffkunde
  • Baukonstruktion
  • Umweltschutz und Baustoffrecycling
 
Bauphysikalische Anforderungen    
  • Wärmeschutz
  • Feuchteschutz
  • Schallschutz
  • Brandschutz

 

Technische Anlagen
  • Energie- und Umwelttechnik
  • Anlagentechnik - Heizung
  • Anlagentechnik - Raumlufttechnik
  • Anlagentechnik - Beleuchtungstechnik/Elektrotechnik
  • Anlagentechnik - Erneuerbare Energien

 

Modernisierungsplanung, rechtliche Grundlagen und Anwendung
  • Anforderungen und Nachweise
  • Luftdichtheit Luftdichtheitsmessung mit Blower-Door und Thermographie
  • Anwendungs- und Umsetzungsfragen
  • Gesetze und Verordnungen zur Energieeinsparung im Gebäudebestand anwenden
  • Gebäude und technische Anlagen aufnehmen und für die bauphysikalische Beurteilung dokumentieren
  • Berechnungen nach der Energieeinsparverordnung und mitgeltender Normen durchführen können
  • Konzept zur Verbesserung der Energiebilanz des Gebäudebestandes entwickeln und darstellen
  • Kosten-Nutzenrechnung der geplanten Modernisierungsmaßnahme aufstellen
  • Entsorgungskonzept für die geplante Modernisierungsmaßnahme aufstellen
  • Rechtliche Bestimmungen für das Bauen im Bestand bei der Modernisierungsplanung berücksichtigen
  • Sanierung denkmalgeschützter Gebäude planen und umsetzen
  • Ausschreibung erstellen und vergeben; Qualitätssicherung im Rahmen der Baubegleitung durchführen

 

Software

Wir arbeiten seit 2021 mit der Software EVEBI von Envysis. Alle Teilnehmenden erhalten von uns eine kostenlose Schulungslizenz für das Basismodul und das CAD-Modul.

 

Wichtige Informationen für Hochschulabsolventen

Alle Teilnehmenden müssen den gesamten Kurs im Umfang von 240 UE besuchen.

Wir bieten keinen Kurs nur für Hochschulabsolventen mit einem Umfang von 120 UE an (gefordertes Minimum laut dena-Regelheft)

 

Quereinstieg Energieberatung via Qualifikationsprüfung

 

Quereinsteiger/innen absolvieren die Weiterbildung Gebäudeenergieberater/in (HWK). Anschließend ist die Belegung der Lerneinheit "Vertiefung individueller Sanierungsfahrplan" im Umfang von 30 UE für Sie verpflichtend. Diese Vertiefung findet direkt im Anschluss an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden freitags und samstags in Präsenz am WBZU statt. Die Termine sind entsprechend im Stundenplan gekennzeichnet.

 

Erst nach der Vertiefung findet die schriftliche Qualifikationsprüfung statt. Wenn Sie diese bestanden haben, müssen Sie Ihre Projektarbeit (individueller Sanierungsfahrplan anhand eines eigens gewählten Objektes) erstellen und abgeben. Die Projektarbeit erstellen Sie in enger Zusammenarbeit mit den Dozenten in der Vertiefung. Ihre Projektarbeiten werden dann von den Dozenten geprüft - wenn alles in Ordnung ist, schicken wir die Projektarbeiten an das BAfA. Dort werden die Projektarbeiten ebenfalls geprüft. Wenn es keine Beanstandungen gibt die Nachbesserungen erforderlich machen, werden Sie zum Fachgespräch eingeladen. Beim Fachgespräch stellen Sie Ihre Projektarbeit vor. Nach dem bestandenen Fachgespräch bekommen Sie von uns das Zertifikat und haben die Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen.

 

Wichtig: Sie können jeden Teil der Qualifikationsprüfung (schriftlich, Projektarbeit und Fachgespräch) nur einmal wiederholen. Beim erneuten Nichtbestehen müssen Sie das Vertiefungsmodul Wohngebäude im Umfang von 40 UE belegen und alle Teile der Qualifikationsprüfung erneut ablegen.

 

Vor der Anmeldung zum Quereinstieg ist ein telefonisches Beratungsgespräch erforderlich:

 

Anette Nezval 0731 1425 7526 oder

Manja Feurle 0731 1425 7523

 

Nachschulung - Vertiefungsmodul Wohngebäude (40 UE)

Wer muss die Nachschulung machen?

Bereits ausgebildete Gebäudeenergieberater/innen, die die Weiterbildung vor 2012 absolviert haben oder länger als zwei Jahre  nicht als Energieberater/in tätig waren. Die Nachschulung besteht aus dem Vertiefungsmodul Wohngebäude im Umfang von 40 UE.

 

Wir planen diesen Kurs gerade neu, bei Interesse melden Sie sich bitte per E-Mail unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten bei uns - wir nehmen Sie gerne auf die Interessentenliste auf.


 

Abschluss und Zertifikat

Hinweis: Die nachfolgenden Informationen sind nicht relevant für Quereinsteiger/innen!

 

Die Abschlussprüfungen sind in drei Bereiche unterteilt (schriftlich, Projektarbeit, Fachgespräch). Im Fachgespräch wird die Facharbeit vorgestellt. Nachqualifizierer/innen legen lediglich eine schriftliche Prüfung ab.

Nach bestandener Prüfung erhalten Sie das Abschlusszertifikat mit Formblatt FB 3. Diese Nachweise dienen zur Vorlage und Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste des BAfA. Nachqualifzierer/innen benötigen kein FB 3.

 

  • Personen mit beruflicher Grundqualifikation legen die HWK-Prüfung ab.
  • Personen ohne berufliche Grundqualifikation legen die Qualifikationsprüfung ab.
  • Nachqualifizierer legen eine spezielle Prüfung ab.

 

 

Dauer und Unterrichtszeiten

Die Weiterbildung findet in Teilzeit statt - Achtung die Unterrichtszeiten können sich ggf. ändern:

Freitag nachmittags von 14 bis 18.30 Uhr

Samstag von 9 bis 17 Uhr

 

Termine

Zweimal Jährlich im Zeitraum Februar bis Juli und Oktober bis April

 

Der nächste Kurs im Oktober 2022 ist bereits ausgebucht!

 

Der Kurs voraussichtlich ab Februar 2023 befindet sich noch in der Planung, eine Anmeldung ist daher derzeit noch nicht möglich. Die Anmeldung erfolgt über die Handwerkskammer Ulm über diesen Link: für weitere Infos und Anmeldung zum Regelkurs hier klicken

 

Gebühren

2400 Euro für Personen mit beruflicher Grundqualifikation - Meister/innen, Techniker/innen, Hochschulabsolventen

XXXX Euro  für Nachschulung (Vertiefungsmodul Wohngebäude 40 UE)

 

Prüfungsgebühr

250 Euro für Personen mit beruflicher Grundqualifikation (HWK-Prüfung)

125 Euro für Prüfung zur Nachschulung (= Vertiefungsmodul WG)

 

 

Eintragung in die Energie-Effizienz-Expertenliste

Die Expertenliste wird von der Deutschen Energieagentur (DENA) geführt. Die Eintragung hingegen muss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) beantragt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der BAFA.


 

Veranstaltungsort, Anmeldung und Beratung

Unser Kurs findet in hybrider Form statt (teils online, teils in Präsenz).

 

Weiterbildungszentrum für innovative Energietechnologien (WBZU)

der Handwerkskammer Ulm

Helmholtzstraße 6 | 89081 Ulm

+49 (0)731 14257523

info@wbzu.de

 

******ANMELDUNG ZUM REGELKURS******

 

***ANMELDUNG QUEREINSTIEG VIA QUALIFIKATIONSPRÜFUNG***

 

***ANMELDUNG VERTIEFUNGSMODUL WG - NACHSCHULUNG***

 

 

Weitere Informationen als Download und geforderte Unterlagen nach Zielgruppen



Nur Personen mit Grundqualifikation: