TERMINE & BILDUNGSANGEBOT

BAFA Qualifikationsprüfung   

 

Sie möchten als Energieberater für Wohngebäude tätig werden, verfügen aber nicht über die berufliche Grundqualifikation nach §88 des Gebäudeenergiegesetzes (GEG)? Für Sie wurde ein alternativer Zugang über die Qualifikationsprüfung Energieberatung für Wohngebäude des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) geschaffen.

 

Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick und die wichtigsten Informationen.


Woher wissen Sie, dass Sie Quereinsteiger/in sind und die BAFA Qualifikationsprüfung ablegen müssen?

 

Grundlage ist §88 des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Alle Personen mit dem höchsten Bildungsabschluss aus einem Bereich, der nicht dort aufgeführt ist, können sich nur über den Quereinsteig zum/zur Energieberater/in weiterbilden. Beispielsweise gilt dies für Betriebswirte.


Wenn Sie sich unsicher sind, empfehlen wir folgende Vorgehensweise:


Sie registrieren sich als Energieberater/in bei der BAFA und laden dort Ihre Zeugnisse hoch. Das BAFA prüft diese Unterlagen und wird Ihnen eine Rückmeldung geben. Entweder bestätigt Ihnen das BAFA, dass Sie mit Ihrer Ausbildung §88 GEG erfüllen und über die berufliche Grundqualifikation verfügen oder nicht.


Sie verfügen über die berufliche Grundqualifikation nach §88 GEG?

Dann müssen Sie an der Weiterbildung Gebäudeenergieberater/in (HWK) teilnehmen und die HWK-Prüfung bestehen.


Sie verfügen nicht über die berufliche Grundqualifikation nach §88 GEG?

Für Sie ist der Quereinstieg über die BAFA Qualifikationsprüfung vorgesehen.

 

Was müssen Sie als Quereinsteiger/in tun, um Energieberater/in zu werden?

 

1. Sie nehmen an der Weiterbildung Gebäudeenergieberater/in (HWK) teil - OHNE PRÜFUNG

 

Laut Regelheft der deutschen Energieagentur (dena) ist folgende Weiterbildung für die Energieberatung Wohngebäude vorgegeben:

 

Basismodul = 160 Unterrichtseinheiten für alle OHNE Hochschulabschluss (Handwerksmeister/innen, Techniker/innen, Quereinsteiger/innen etc.)

Vertiefungsmodul = 40 Unterrichtseinheiten

 

Ergibt in Summe 200 Unterrichtseinheiten (UE) (Minimalanforderung laut DENA Regelheft)

 

Die Weiterbildung Energieberater/in (HWK) hat grundsätzlich einen Umfang von 240 UE. Diese absolvieren Sie mit den Regelteilnehmern (= Handwerksmeister/innen etc.). Die Regelteilnehmenden müssen anschließend die HWK-Prüfung ablegen, Quereinsteiger jedoch nicht! Für Sie geht es mit Punkt 2 weiter.

 

2. Sie absolvieren weitere Unterrichtseinheiten, die nur für Quereinsteiger verpflichtend sind

 

Quereinsteiger benötigen zusätzlich 30 UE Vertiefung individueller Sanierungsfahrplan (iSFP). Erst danach legen Sie die Qualifikationsprüfung direkt vor dem BAFA ab. Die Prüfung findet bei uns am WBZU statt.

 

Somit ergibt sich für Quereinsteiger/innen eine Summe von 270 UE (240 UE Weiterbildung Gebäudeenergieberater plus 30 UE Vertiefung iSFP).

 

Was erwartet Sie in der Weiterbildung? Welche Voraussetzungen müssen Sie mitbringen?

 

Als Quereinsteiger/in fehlt Ihnen die technische Ausbildung. Dies können Sie mit der Weiterbildung und damit einhergehendem Eigenstudium nachholen.

Zwingende Voraussetzungen für eine Teilnahme sind ein technisches Grundverständnis, gute bis sehr gute mathematische Fähigkeiten sowie idealerweise vorhandene Kenntnisse der Bauphysik. Ihnen sollte bewusst sein, dass ein hohes Maß an Motivation, Fleiß und Zeit erforderlich ist. Um das hohe Niveau der Energieberatung zu gewährleisten, ist die Prüfung sehr anspruchsvoll. Planen Sie daher einen entsprechenden Zeitaufwand für Vorbereitung und Lerneinheiten ein.

 

Berechtigungen als Energieberater/in im Quereinstieg

 

Quereinsteiger/innen (= alle Personen ohne berufliche Grundqualifikation nach §88 GEG) sind nach bestandener BAFA Qualifikationsprüfung zu folgendem berechtigt:

 

Sie können

 

1. sich für das Programm Energieberatung für Wohngebäude (EBW) anmelden

2. sich in der Energie-Effizienz-Experten-Liste (EEE-Liste) des Bundes (DENA) registrieren lassen (Antrag hierfür wird beim BAFA gestellt)

3. Einzelmaßnahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) beantragen (seit dem 1.7.2021)

Bitte beachten Sie dazu das Regelheft zur EEE-Liste der DENA (Seite 44 Punkt 28.1.)

 

Sie sind bislang (noch) nicht berechtigt, Energieausweise auszustellen und die BEG-Effizienzhausförderung beantragen. Das Ausstellen von Energieausweisen ist nur Personen vorbehalten, die die berufliche Grundqualifikation nach §88 GEG erfüllen. Um dies für Quereinsteiger/innen zu öffnen, müsste das Gesetz geändert werden. Wir bitten dringend um Beachtung!

 

(Stand 11/2021)

 

Qualifikationsprüfung

Die Qualifikationsprüfung besteht aus drei Teilen - einer schriftlichen Prüfung, einem Projektbericht (iSFP) und der mündlichen Prüfung. In der mündlichen Prüfung wird der Projektbericht besprochen, anschließend folgt eine Fragerunde. Dauer der mündlichen Prüfung ca. 30 Minuten.

 

Termine


7. Oktober 2022 bis 15. April 2023 - bitte hier klicken

 

Anmeldung

 

Bevor Sie sich verbindlich anmelden können, führen wir mit Ihnen ein telefonisches Beratungsgespräch durch.

 

Zudem benötigen wir folgende Unterlagen von Ihnen (nach dem Beratungsgespräch):

  • Motivationsschreiben (1-2 Seiten)
  • vollständiger Lebenslauf

 

 

Kontakt bei Fragen

 

Zur Weiterbildung am WBZU

Frau Manja Feurle

0731 1425 7523

m.feurle <at> hwk-ulm.de

 

Zur Zulassung als Energieberater/in

 

Die Zulassung zum Energieberater/in erfolgt nicht durch das WBZU. Wir bieten Ihnen nur die Mglichkeit an, sich als solcher ausbilden zu lassen. Bei jeglichen Fragen zur Zulassung wenden Sie sich bitte direkt an das BAFA, bestenfalls vor Anmeldung/Beginn der Weiterbildung.

 

Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Referat 515 – Energieberatung

Frankfurter Straße 29 – 35

65760 Eschborn

 

Telefon: 06196 908-1880

Erreichbarkeit

Montag bis Donnerstag: 08:00 Uhr – 16:00 Uhr

Freitag: 07:00 Uhr - 15:00 Uhr

 

Weiterführende Informationen - Links und Downloads

 

 

Siehe auch Informationsseite des BAFA und der Bundesstelle für Energieeffizienz