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30.04.2018

Ulmer 3-Generationen-Uni mit Frühjahr Science Camp 2018 am 3.4.2018 im WBZU


Nach dem Motto „Von der Natur lernen“ lag der thematische Schwerpunkt des von der Ulmer 3-Generationen-Uni ausgerichteten Frühjahr Science Camp 2018 auf nachwachsenden Rohstoffen und alternativen Energiequellen.

Nach dem Motto „Von der Natur lernen“ lag der thematische Schwerpunkt des von der Ulmer 3-Generationen-Uni ausgerichteten Frühjahr Science Camp 2018 auf nachwachsenden Rohstoffen und alternativen Energiequellen.

 

Wie zapfen wir die Sonne an?

In diesem Jahr erwartete die Teilnehmer_innen ein abwechslungsreiches und spannendes Programm – angefangen bei der Suche nach Alternativen zu Plastikfolien, über einen Workshop zum ökologischen Fußabdruck („Passt mein Fuß auf die Erde?“) bis hin zur Frage, was man eigentlich unter regenerativer Energieerzeugung versteht. Im Photovoltaik-Labor des Weiterbildungszentrums für innovative Energietechnologien der Handwerkskammer Ulm (WBZU) hatten die Teilnehmer_innen am 3.4.2018 die Möglichkeit, Wissenswertes über Brennstoffzellen und der Energieressource Wasserstoff zu erfahren.

 

Peter Pioch, technischer Leiter am WBZU, ging gemeinsam mit der Gruppe der Frage nach: Wie zapfen wir die Sonne an? In jeder Sekunde wandelt die Sonne 4,26 Mio. Tonnen Masse in Energie um – eine unvorstellbar große Menge. Wären wir technisch in der Lage, die für uns nötige Menge an Sonnenenergie aufzunehmen und zu speichern, würde dies auf einen Schlag all unsere Energieprobleme lösen.

 

Zuerst ging es darum, wie Energie und Masse zueinander stehen. Albert Einsteins weltberühmte Formel E=mc² war hier gefragt. Wie rechnet man aus, welche Energiemenge 1 kg Masse erzeugt? Die Zahl 300 Millionen zum Quadrat hat viele Nullen. Mit einer Bastelarbeit haben die Kinder spielerisch erarbeitet, wie so etwas ausgerechnet wird. Im Anschluss ging es darum, wie Energie in der Sonne entsteht und welche Mengen an Energie die Sonne uns liefert. Das diese Energiemengen gewaltig sind verdeutlicht der Umstand, dass die Sonne in jeder Sekunde 4,26 Millionen Tonnen leichter wird. Das hört sich erst einmal viel an – und das ist es auch. Allerdings wird die Sonne das locker über insgesamt mehr als 10 Mrd. Jahre lang machen und dadurch dennoch nur um 0,8 Prozent leichter. Die Energiemenge, die auf der Erde ankommt entspricht dem 11.000-fachen von dem was wir Menschen für Haushalt, Industrie, Mobilität und alle unsere anderen Tätigkeiten so verbrauchen. Das ist sehr erstaunlich und damit wird deutlich: Die Sonne kann uns mit aller Energie versorgen. Um dies näher zu veranschaulichen, diente ein 37 kg schwerer Stein, der die Energiemenge symbolisierte, die die Sonne in jeder Sekunde abgibt. Es galt nun einen Stein zu finden, der im Verhältnis dazu die Energiemenge darstellt, die die Erde in jeder Sekunde empfängt. Das ist ein Sandkorn mit einem Durchmesser von 0,12 mm und steht für das 11.000 fache der Energiemenge, die wir für alle unsere Aktivitäten benötigen.

 

Im neuen Photovoltaik-Labor konnten die Kinder dann erfahren, was Photovoltaik und Solarthermie ist. Das Wetter spielte mit, die Sonne strahlte vom Himmel und so konnte Herr Pioch zeigen, wie ein spezieller Wechselrichter beim simulierten Stromausfall insgesamt 700 Watt Glühbirnen mit PV-Strom zum Leuchten bringt. Zwischendurch hatten die Kinder die Gelegenheit, sich die Sonne durch ein spezielles Teleskop anzuschauen. Man sieht darin nur den Wasserstoff, der herrliche Bilder auf der Sonne sowie „Locken“ und Protuberanzen am Rand der Sonne erzeugt.

 

Für die Kinder war es ein informativer und ereignisreicher Tag mit vielen neuen Eindrücken und großen Zahlen im Kopf. Hohes Lob bekam der Technische Leiter. Ein Junge sagte ihm es sei „einigermaßen interessant gewesen“. Das hoffen wir doch!

 

Hintergrund:

Das Frühjahr Science Camp 2018 der Ulmer 3-Generationen-Uni (u3gu) fand in der Osterwoche vom 3. Bis 6. April 2018 statt und richtete sich an Schüler der 5. und 6. Klasse.

 

Sehen Sie hier den TV-Bericht bei RegioTV Ulm

 

      


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