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09.01.2014

WBZU wird in die Handwerkskammer Ulm integriert


Weiterbildungszentrum wird zentraler Baustein im Bildungssektor des Handwerks

 

Das Weiterbildungszentrum für innovative Energietechnologien in Ulm (kurz WBZU) wird zum 1. Januar 2014 in die Handwerkskammer Ulm integriert. Dies beschloss die Vollversammlung in ihrer vergangenen Sitzung. Das Parlament des Handwerks entschied sich damit für eine grundlegende Weiterentwicklung des eigenen Bildungsangebotes und für die Integration des WBZU in die bestehende Bildungsakademie. Die Handwerkskammer Ulm ist damit bundesweit die erste Kammer, die sowohl neue Energietechnologien als auch die Kooperation mit der Wissenschaft in ihre Aktivitäten aufnimmt.

 

„Für Ulm und das Handwerk ist diese Übernahme eine gute Entwicklung“, betont Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. „Das Handwerk kann ab sofort selbst den Transfer aus der Wissenschaft und Forschung in die betriebliche Praxis leisten. Wir verzahnen komplexe Ideen mit den Händen, die diese ausführen und kommen dem Gedanken der Ulmer Wissenschaftsstadt vollumfänglich nach.“

 

Professor Dr. Werner Tillmetz, Leiter des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (kurz ZSW) und bisheriger Vorstandsvorsitzender des WBZU, sieht die Integration in das Handwerk als einmalige Chance: „Die frühzeitige Einbindung der Praxis ist für den Markterfolg neuer Technologien entscheidend. Dies war die  Kernaussage bei der Gründung des WBZU vor 10 Jahren.

 

Mit der neuen Konstellation eröffneten sich ganz neue Chancen bei der Umsetzung und Anwendung innovativer Umwelt und Energietechnologien. Tillmetz: „Wir Wissenschaftler sollten uns viel mehr mit den ganz konkreten Fragestellungen des Handwerks auseinandersetzen.“ Als Beispiel nennt er die aktuelle Markteinführung von Brennstoffzellen und Lithium-Ionen Batterien im Bereich der Elektromobilität und der Energieversorgung.

 

Das bisher als gemeinnütziger Verein geführte WBZU wird unter der Zuständigkeit des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen in eine Bildungsstätte des Handwerks überführt. Die Handwerkskammer Ulm gewinnt damit einen attraktiven Standort inmitten der Wissenschafts-stadt. Neben dem Standort am Ulmer Kuhberg existieren bereits in Friedrichshafen und Schwäbisch Gmünd Bildungseinrichtungen.

 

„Die bisherigen Aktivtäten des WBZU und die Nähe zum ZSW bleiben bestehen“, betont Mehlich. „Wir führen den Auftrag des bisherigen Vereins weiter. An der Grundausrichtung ändert sich nichts.“

 

Vielmehr eröffne sich nun die Perspektive dem eigenen Handwerk zusätzliche Premium-Bildung zu ermöglichen: „Energiewende, Intelligente Netze, Elektromobilität und Energieeffizienz gelingen nur mit dem Handwerk.“ Die Erfindungen und Ideen der Wissenschaft könnten durch die Bildungsaktivitäten des Handwerks nun in die Breite hin zum Kunden transportiert werden. Mehlich: „Das viele Gute, was erforscht, entdeckt und erfunden wird, bleibt damit nicht Theorie, sondern gelangt über den Handwerker zum Kunden und wird dort Realität.“

 

Hier können Sie die Pressemitteilung downloaden ->pdf

 

Hier finden Sie das Video zum Beitrag von RegioTV vom 10.01.14 ->Video


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